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Der Naturlehrpfad Muldestausee


Quelle: R. Bayer
Wandern durch eine intakte Natur, entlang an einem fischreichen See und begleitet vom vielstimmigen Gesang seltener Wildvögel


 – das klingt schon ein bisschen nach Urlaub in einer fernen, heilen Welt.

Doch dieser Wanderweg führt uns nicht ins weite Irgendwo. Ihn finden wir im Landkreis Bitterfeld. Über rund 16 km führt er uns durch eine Natur, die vom Menschen einmal genutzt, ausgebeutet und dann wieder erschaffen wurde.

Der Lehrpfad beginnt bei Pouch. Dort ist gleich neben der B100 in unmittelbarer Nähe zur Brücke über die Mulde ein Parkplatz. Von einer Aussichtsplattform hat man einen hervorragenden Blick über das Einlaufbauwerk und den gesamten Stausee.

Auf dem Weg entlang dem Stauseeufer lassen sich hervorragend verschiedene Greifvögel beobachten. Der See ist in den 30 Jahren seines Bestehens überhaupt zu einem Paradies für Vögel aller Art geworden. Auch seltene Arten, wie z.B. die Rohrdommel, Beutelmeisen und sogar der Fischadler sind hier heimisch geworden.

Die Europahütte, eine Schutzhütte, die 1993 von europäischen Jugendlichen im Rahmen eines Naturschutz-Sommercamps errichtet wurde, lädt zur gemütlichen Rast ein. Wer gerne ausgiebiger tafeln möchte, kann dies auch in der nahegelegenen Gaststätte Schachtbaude tun. Hier zieht eine kleine Ausstellung von ehemaligem Tagebaugerät die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.

Den Weg entlang am Ufer des Muldestausees säumen Informationstafeln. Hier kann man viel Wissenswertes über die Pflanzen, Tiere und Umweltschutzmaßnahmen am See erfahren.

Eine Wahrnehmung ganz anderer Art haben vor allem die jungen Wanderfreunde in der Erlebnissprunggrube. Hier wurde markiert, wie weit bestimmte Tiere springen können. Und schon kann man mit einem Eichhörnchen, Hasen oder Frosch in einen sportlichen Fernwettkampf treten.

Wer möchte, kann nun auch das -Haus am See-, ein Informations- und Bildungszentrum in Sachen Natur und Umwelt besuchen.

Ein besonderes Kleinod am Rande des Naturlehrpfades Muldestausee ist die –Tiefkippe Schlaitz-. Für eine Vielzahl von seltenen Vogelarten ist diese ausgedehnte, feuchte Senke, in der Schilf, Birken und Weiden wachsen, zur Heimat geworden. Auch unser alter Freund, der Elbebiber, hat hier schon einige Burgen und Dämme gebaut.

Weiter im Norden stoßen wir auf drei kleinere Seen, die farbenfroh Grüner, Blauer und Roter See genannt werden. Der Weg führt nun durch Magerrasen, Vernässungsflächen und junge Wälder. Wenn das Wetter es zulässt, kann man vom nördlichen Ufer des Blauen Sees aus ein erfrischendes Bad genießen. Im Grünen See dagegen dürfen sich lediglich die Forellen einer regionalen Fischzucht tummeln.

Der abwechslungsreiche Naturlehrpfad endet im Örtchen Friedersdorf am Auslaufbauwerk des Muldestausees.

 

Galerie : Stauseelehrpfad
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