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Wintertag am Goitzschesee


Quelle: R. Bayer
Als ich vor nunmehr reichlich 20 Jahren das erste Mal in die Bitterfelder Region kam, wäre es mir niemals in den Sinn gekommen,


einen Spaziergang entlang der B 100 von Bitterfeld in Richtung Mühlbeck zu unternehmen. Und als ganz abwegig hätte ich es hingestellt, dabei auch noch ganz tief durchzuatmen.

Bis 1991 quietschten noch die Abraumbagger im Braunkohlentagebau Goitzsche. Seit seiner Erschließung im Jahr 1949 wurden hier unter oft widrigen Bedingungen Millionen Tonnen Rohbraunkohle gefördert. Gab es feuchtes Wetter, dann versanken Arbeiter und Gerätschaften im tiefen Schlamm, bei trockenem Wetter zogen riesengroße Staubwolken über das Land.

1991 war dann das Revier weitgehend ausgekohlt. Das mit den Staubwolken hat sich aber nicht sofort gegeben. Denn um die Wunden der 60 km² großen dunklen Mondlandschaft zu schließen, mussten zunächst 41 Millionen m³ Erde bewegt werden. Außerdem wurden mehr als 100 km Gleise der Grubenbahn entfernt und etliche Tagebaugroßgeräte verschrottet.

Vom Sommer 1998 an bis hin zum „Jahrhunderthochwasser“ 2002 strömte Muldewasser in das vorbereitete Bett. So entstand eine Seenplatte mit einer Ausdehnung von 25 km² und einer Uferlänge von ca. 60 km. Ringsum wurden idyllische Wälder, Wander- und Radwege sowie etliche Landschaftskunstobjekte angelegt.

Das bedeutendste Kunstwerk ist sicherlich der Pegelturm, der an eine Bucht direkt neben der B100 gesetzt wurde. Prof. Wolfgang Christ und Prof. Dr. Bollinger haben ihn entworfen. Das neue Wahrzeichen dieser Kulturlandschaft erreicht man über eine 200 m lange Seebrücke. Turm und Brücke werden von schwimmenden Pontons getragen. Wer die 274 Stufen einer Wendeltreppe hinauf zum Pegelturm nicht scheut, dem liegt ein herrliches Panorama zu Füßen.

Die Fotos der Galerie zeigen, dass die neu gestaltete Landschaft auch Winter im fantastisch schön ist.

 

Galerie : Goitzsche Winter
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