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Das Wappen der Stadt Bad Düben

Wappen der Stadt Bad Düben
Wappen der Stadt Bad Düben
Quelle: Test
Ein Wappen ist nicht nur ein farbenfrohes und unverwechselbares Symbol einer Stadt. Meist kann es uns darüber hinaus


noch viel über die Entstehung und wechselvolle Geschichte seiner Stadt erzählen.

So gibt es z.B. das Stadtwappen von Bad Düben, wie wir es heute kennen, seit dem 18. Jahrhundert. Wer das vergleichen möchte, kann sich im Landschaftsmuseum der Dübener Burg ein hölzernes Reststück eben dieses Wappens anschauen. Es soll aus dem Jahre 1705 stammen.

So, wie es im 18. Jahrhundert modern war, hat das Wappenschild eine recht schwungvolle barocke Form. Auf goldenen Grund sind zwei blaue Pfähle zu erkennen. Dazwischen blüht eine weiße Lilie mit grünem Stängel und Blättern.
Über dem Schild sieht man einen Engelskopf mit silbernen Flügeln und dunkelblonden Haaren.
Um das Wappen herum, man nennt es den Wappenmantel, ranken große längliche Blätter, die von manchem auch als Flammen gedeutet werden.

Dieses Stadtwappen wurde der Stadt Düben nach dem 30-jährigen Krieg und danach erfolgtem Wiederaufbau als „Gnadenwappen“ vom damaligen Landesherren vergeben.

Was nun bedeuten die einzelnen Symbole und Bestandteile, die wir heute sehen?
Die blauen Pfähle auf goldenem Grund sollen die damalige Zugehörigkeit Dübens zum Osterland (Markgrafschaft Landsberg) darstellen.

Die Blätter sind vielleicht nur Zierrat. Als Flammen jedoch mögen sie an den großen Stadtbrand von 1716 erinnern, dem damals das Rathaus und fast die gesamte Innenstadt zum Opfer fielen.

Der Engelskopf verrät uns, dass die Stadt Düben in früheren Zeiten eine große kirchliche Bedeutung hatte. Hier war einst der Amtssitz eines einflussreichen Erzpriesters des Bistums Meißen.


Die Lilie im Schild ist das Zeichen der Gnade. Es handelt sich ja schließlich um ein „Gnadenwappen“. Sie kann aber genau so gut als Zeichen für Gerichtsbarkeit und Stadtrecht stehen.

Nach einer Aufzeichnung von Herrn Willy Winkler